Orthopädisches Schmerzzentrum - Dr. med. Gerhard Becker, Zürich

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Arthroskopische Chirurgie


Die arthroskopische Chirurgie, auch Schlüssellochchirurgie genannt, ist ein bewährtes Verfahren zur Behandlung von Gelenkverletzungen. Sie wird im Wesentlichen für die Behandlung der großen Gelenke eingesetzt.

Hauptsächlich wird die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) bei dem Schulter- und Kniegelenk angewendet, aber auch Ellenbogen und Sprunggelenk werden in der Regel arthroskopisch operiert.

Über einen etwa 5 mm lange Schnitt in das betreffende Hautareal wird das Arthroskop, bestehend aus einer Optik, auf die eine Videokamera aufgesetzt wird und einer aufgesetzten Saug- und Spülvorrichtung in das Gelenk durch den Optikkanal eingeführt, um die Schädigungen zu begutachten.

Während der Opertion wird eine isotonische Lösung durch das Gelenk gespült, damit sich sich der Gelenkinnenraum gut übersehen lässt.

Über einen zweiten ebenfalls 5 mm langen Schnitt werden minituarisierte Instrumente, die alle lang und starr sind und einen Durchmesser von ca. 3 - 5 mm haben, in das Gelenk über den Arbeitskanal eingeführt. Die arthroskopischen Instrumente werden manuell , motorgetrieben oder elektrisch je nach Bedarf verwendet.

In seltenen Fällen wird ein weiterer Kanal benötigt, um Spülungen mit hohem Durchfluss zu gewährleisten, falls starke Blutungen oder Entzündungen im Gelenk vorhanden sind.

Die gesamte technische Arthroskopieeinheit befindet sich in dem Arthroskopieturm. Das Equipment besteht aus einem Monitor, einem DVD Recorder bzw. Notebook mit Drucker, der Antriebseinheit für die motorgetriebenen Instrumente (z.B. Shaver), ein Stromgenerator für die elektrischen Instrumente, einer Kaltlichtquelle für die Optik und der Pumpe für die Spülung und Absaugung.

Nach Abschuss der arthroskopischen Operation werden das Arthroskop und die Instrumente aus dem Gelenk entfernt, das Gelenk nochmals ordentlich ausgespült und eine Redon-Drainage (dünner Abflusschlauch) in den Gelenkraum eingelegt, damit das Wundsekret nach aussen abgeleitet wird. Die kleinen Schnitte werden vernäht. Das betroffene Gelenk wird mittels Kryotherapie behandelt, um Schmerzen zu minimieren und abschliessend wird ein steriler Verband angelegt.

Die Vorteile der arthroskopischen Operationsmethode sind mannigfaltig:
  • geringe Verletzung von Weichteilen
  • geringe Nebenwirkungen
  • geringe Schmerzenentwicklung
  • kleine, kaum sichtbare Narben
  • keine oder kurze Aufenthaltsdauer im Krankenhaus
  • schnelle Wiederherstellung der Gelenkfunktion
  • schnelle Mobilisation
  • schnelle Rekonvaleszenz

Vorbereitung arthroskopische Knieoperation
Präoperative Diagnostik
Arthroskopische Diagnostik
Revision des vorderen Kreuzbandes
Postoperativer Wundverband mit Schmerzpumpe

Datum/Quelle/Autor
Datum: 19.02.2011
Quellen Text: eigene Darstellung
Quellen Fotos ©pro-wi-med
Fotos header: ©fotolia - bearbeitet von pro-wi-med
Autor: Dr. med. Gerhard Becker, Redaktionsteam pro-wi-med GmbH