Dr. med. Gerhard Becker, Zürich

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Endoprothetik


Zu den großen Errungenschaften der modernen Medizin gehört die Endoprothetik.

Endoprothesen können bei fast allen Gelenkerkrankungen zum Einsatz kommen. Bei Patienten mit schlechter Knochensubstanz, schwerwiegenden Entzündungen oder ungünstigen anatomischen Verhältnissen ist ein Kunstgelenk nicht angeraten.

2002 führten Schweizer Ärzte 8.228 Kniegelenksersatzoperationen durch, 2008 lag die Anzahl der Knieendoprothetik bei 14.384. Das ist eine Steigerung von 75%. (Quelle: fasmed.ch)
Eine etwas geringere Steigerung gab es bei den Hüftendoprothesen. 2007 wurden in der Schweiz 16.500 Hüftgelenkersatzoperationen durchgeführt. Die Hüftendoprothetik ist weltweit eine der am häufigsten durchgeführten Operationen.

Im OSZ Zürich ist die Endoprothetik das Mittel der Wahl, wenn die konservativen orthopädischen Therapien und gelenkerhaltenden Operationsmethoden nichts mehr erreichen und die Gelenkflächen so schwer geschädigt sind, dass die Knorpel völlig abgerieben sind.

Ziel der endoprothetischen Versorgung ist, dass der Patient wieder eine gute Lebensqualität bis in das hohe Alter erhält, schmerzfrei wird und das künstliche Gelenk normal beansprucht werden kann. Dies schliesst auch sportliche Aktivitäten ein.


Der medizintechnische Markt bietet eine grosse Anzahl verschiedener Prothesenmodelle an.

Abhängig vom Geschlecht, Körperstatur, Alter und Röntgenbefund und weiteren medizinischen Gründen entscheidet der Operateur welches Modell für den Patienten am besten geeignet ist.

Die Kunstgelenke bestehen aus Schaft, Pfanne (Pfannenschale und Pfanneneinsatz) und Kugelkopf. Die Materialien zeichnen sich durch bestmögliche Gewebeverträglichkeit und Langlebigkeit aus.

In der Regel wird Titan oder eine hochwertige Stahllegierung für den Schaft und die Pfannenschale verwendet. Die Pfannengleiteinsätze, auch Inlays genannt, sind entweder aus Polyethylen, Keramik oder Metall und sind das Gegenstück zum Kugelkopf. Der Kugelkopf ist meist aus medizinischem Stahl oder Keramik.

Dem OSZ Zürich stehen verschiedene Endoprothesen in unterschiedlichen Grössen zur Verfügung, um eine optimale Anpassung an die individuelle Situation zu gewährleisten.

Die Fixierung der Endoprothese kann zementfrei (in der Regel für jüngere Patienten indiziert) und mit Zement erfolgen. Im Allgemeinen wird die zementfreie Variante bevorzugt. Der Knochen wächst innerhalb von 2 - 3 Monaten an das Kunstgelenk an und ist in der Folge fast untrennbar mit dem Körper verbunden.




Bei entsprechend geeigneten Bedingungen können auch endoprothetische Operationen minimal invasiv - nicht arthroskopisch! - erfolgen.

Am Beispiel der Hüftendoprothese bedeutet dies, dass die Schnitte ca. 50% kleiner als üblich (ca. 20 cm grosse Schnittwunde) sein können. Dies hat den Vorteil, dass der Weichteilschaden minimiert wird und in der Folge es zu geringerem Blutverlust und zu geringeren postoperativeren Schmerzen führt. Diese Operationstechnik kann nur in Seitenlage durchgeführt werden.

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