Orthopädisches Schmerzzentrum - Dr. med. Gerhard Becker, Zürich

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Ernährung für Schmerzpatienten

"Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, eure Heilmittel eure Nahrungsmittel sein"
Hippokrates


Bewusste oder unbewusste falsche Ernährung kann ein Auslöser für Krankheiten und damit verbundene Schmerzen sein. Für jeden Patienten bedeutet aber falsche Ernährung etwas anderes. Welche Lebensmittel angeraten und welche vermieden werden sollen hängt von dem jeweiligen Krankheitsbild ab.

Bestimmte Inhaltsstoffe von Lebensmitteln können dazu beitragen, dass Entzündungen im Körper entweder gehemmt oder aber gefördert werden. Entzündungsfördernd ist z.B. die Arachidonsäure, die auch bei der Arteriosklerose eine Rolle spielt. Sie ist hauptsächlich in fettreichen tierischen Lebensmitteln enthalten. Eine enzündungshemmende Substanz ist unter anderen die Omega-3-Fettsäure, welche vor allem in fettreichem Seefisch (z. B. Lachs) und in einigen Pflanzenölen vorkommt.

Fleischreiche Ernährung, Fast Food und wenig Ballaststoffe machen unser Blut sauer. Es entsteht eine Azidose. Um das körpereigene Säuren-Basen Gleichgewicht zu regeln, werden Basen aus dem Knochen gelöst und es kann sich in Folge eine Osteoporose entwickeln. Hier sollte man wieder mit einer basenreichen Ernährung oder Nahrungsergänzung gegenwirken.

Lebensmittel wie z.B. Nüsse, Schokolade und Käse sowie bestimmte Getränke, z.B. Rotwein, können Migräneattacken auslösen. Hier gilt es diese auslösenden Nahrungsmittel herauszufinden und eine entsprechende Vermeidungsstrategie zu entwickeln.

Mediziner gehen davon aus, dass eine Ernährungsumstellung die Ausschüttung körpereigener schmerzhemmender Stoffe anregen kann. Mit einer eiweissreichen Nahrung (z.B. Milchprodukte) wird der Aufbau von Serotonin gefördert, in dem die Aminosäure Tryptophan enthalten ist. Die Serotoninproduktion wird in Verbindung mit Kohlenhydration verbessert. Es wurde beobachtet, dass ein Serotoninmangel im Gehirn zu depressiven Verstimmung und zu teilweise aggressivem Verhalten führte. Ebenso wurde eine Erniedrigung der Schmerzschwelle festgestellt. Umgekehrt machte der ausgeglichene Serotoninspiegel die Patienten ruhig und ausgeglichen.

Wie schon oben erwähnt spielt auch bei Depressionen die Ernährung eine Rolle. In Studien wurde nachgewiesen, dass Menschen, die sich mediterran ernähren weniger zu Depressionen neigen als solche, die sogenannte Transfette und gesättigte Fettsäuren in grösseren Mengen zu sich nehmen. Diese Fette kommen wiederum gehäuft in Fast Food und industriell gefertigten Backwaren vor.

In der multi-modalen Schmerztherapie spielt also die richtige Ernährung ein wichtige Rolle.

Wichtig ist aber auch, dass die Einhaltung einer individuellen "Schmerzdiät" nicht heisst, dass der Patient sich nur kasteit. Dies ist im Gegenteil kontraproduktiv. Genussvolles Essen gehört zu den alltäglichen Sinnesfreuden und trägt einen wesentlichen Teil zur Lebensqualität bei. Eine gut schmeckende unter Einbeziehung der empfohlenen Lebensmittel zusammengestellte Ernährung ist das Ziel.

Im Zusammenhang mit Ihrer Grunderkrankung berät das OSZ Zürich Sie gerne in Bezug auf Ihre Ernährung, damit Sie Ihre individuelle Schmerztherapie aktiv unterstützen können und somit zu Ihrer eigenen Gesundheit beitragen.





siehe auch Aminosäurentherapie

Um Ihren Body Mass Index (BMI) herauszufinden, können Sie die nebenstehende Waage anklicken.

Bitte beachten Sie, dass es sich aber nur um einen groben Richtwert handelt, da das ideale Körpergewicht von der individuellen Körperkonstitution (z.B. Muskelmasse) eines Menschen und seinem Alter abhängt.

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