Dr. med. Gerhard Becker, Zürich

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Kinderorthopädie


Die Kinderorthopädie ist ein Spezialbereich der Orthopädie und befasst sich mit der Erkennung und Behandlung von angeborenen und erworbenen Deformitäten und Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Kindern und Jugendlichen. Das Fach der Kinderorthopädie hat sich in den letzten Jahren stürmisch entwickelt. Gerade auf dem Fachgebiet der operativen Orthopädie und bei der Behandlung von Schmerzen sind viele wichtige neue Erkenntnisse gewonnen worden. Einhergehend mit diesen Erkenntnissen konnten neue Behandlungsstrategien entwickelt werden, um alle Formen dieser Problematiken behandeln zu können.

Besonders wichtig bei der Therapie der Kinder ist die Mitarbeit der Kinder und deren Eltern, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen, nämlich die Verringerung der Beschwerden und die damit eingehende Reduzierung der Folgeschäden. So kann z.B. bei einer Skoliose (Wirbelsäuleverkrümmung) durch das konsequente Tragen eines Korsetts und regelmäßige Krankengymnastik die Seitwärtsverschiebung der Wirbelsäule korrigiert bzw. zum Stillstand gebracht werden.

Das orthopädische Schmerzzentrum ist spezialisiert auf die gesamte kinderorthopädische Diagnostik und Therapie. Auf folgende Krankheitsbilder ist das orthopädische Schmerzzentrum besonders spezialisiert.

Knie- und Fussschmerzen


Beide Problematiken sind hier zusammen genannt, da beide Formen der Schmerzen sehr häufig kombiniert und auch biomechanisch zusammen gehören.

Die häufigste Ursache sind Fehlbelastungen am Fuss und am Fussgewölbe, die dann Schmerzen sowohl am Fuss als auch am Kniegelenk bewirken können. Bedingt durch unsere Zivilisation werden heutzutage die Kinder viel früher an normales Schuhwerk gewöhnt als dies noch vor hundert Jahren der Fall war. Dadurch entwickelt sich die Fussmuskulatur und das Fussgewölbe nur unzureichend.

Da das normale Gehen vom Fussgewölbe aus gesteuert wird, entwickelt sich der aufrechte Gang gekoppelt mit dem Aufbau der Muskulatur nur sehr zögerlich Die gesamte Motorik ist verlangsamt und das Kind läuft häufig wenn es müde wird auf den Zehenspitzen und fällt über die eigenen Füsse.

Therapie
Die Therapie besteht aus einer gezielten Einlagenversorgung gekoppelt mit einer speziellen krankengymnastischen Übungsbehandlung. Die Therapie sollte bei immer in Teamarbeit mit erfahrenen Spezialisten erfolgen.

Rückenschmerzen


Sowohl die Halswirbelsäule als auch die Lendenwirbelsäule sind, wenn man die menschliche Entwicklung gekoppelt mit der dem aufrechten Gang sieht, die jüngsten und somit anfälligsten Körperteile. Die Änfälligkeit ist umso mehr bedingt durch die hohe Beweglichkeit beider Körperteile. Je beweglicher ein Körperteil umso abhängiger ist die Stabilität dieses Körperteils von der muskulären Stabilität.

Mit grosser Besorgnis sehen engagierten Kinderorthopäden, dass in den letzten 20 Jahren Kinder und Jugendliche sich immer weniger bewegen, immer häufiger sitzen und sich somit das muskuläre Korsett immer schlechter entwickelt. Ist das muskuläre Korsett weniger gut entwickelt, kommt es umso schneller zu Verschiebungen des Beckens und Gelenken, die Schmerzen verursachen und sogar eine seitliche Verschiebung (Skoliose) der gesamten Wirbelsäule bewirken können. Es entstehen Schmerzproblematiken an der Lendenwirbelsäule die einhergehen mit Schmerzen in beiden Beinen, Schmerzen, die durch den ganzen Körper ziehen und letztendlich auch nachts auftreten können

Therapie
Durch gezielte manualtherapeutische Behandlung in Zusammenarbeit mit physiotherapeutischen Massnahmen können diese Schmerzen relativ schnell und komplikationslos behandelt werden

Chronische Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen

Heutzutage ist durch die moderne Schmerzforschung bekannt, dass schon im Kindes – und Jugendalter chronische Schmerzen auftreten können.

Hauptlokalisation von chronischen Schmerzen können häufig Kopf, Rücken, Fuss und Knie sein. Schmerzen, die von Kindern angegeben werden, sollten von den Eltern ernst genommen werden. Wenn Kinder über Schmerzen klagen, sollte relativ zügig eine Abklärung bei einem auf diesem Gebiet spezialisierten Arzt erfolgen.

Ursachen von Kopfschmerzen können sein:

  • Blockierung der kleinen Halswirbelgelenke durch den natürlichen Geburtsvorgang.
    Bei der natürlichen Geburt kommt es sehr häufig zu kleineren Traumatisierungen an Kopf und den kleinen Halswirbelgelenken. Dies zeigt sich bei Kindern, die nach der Geburt ständig schreien und nicht schlafen können (sog. Schreibabies).Später können diese Kinder einen Pseudomigränekopfschmerz entwickeln, der bis in das hohe Alter weiter bestehen kann.
    Durch eine gezielte manualtherapeutische Behandlung kann diese Problematik sehr schnell behoben werden
  • Unfallereignisse im Kindes – und Jugendalter
    Auch hier kann es zu Blockierungen und Verschiebungen von Knochen und Gelenken kommen, die Ursache von einer Vielzahl verschiedener Kopfschmerzen sein können.
  • Entspannungsproblematik
    Kinder werden heutzutage durch eine Vielzahl von äusseren Reizen beeinflusst. Hierzu gehören Fernsehen, Computer und Computerspiele. Übersteigt die Reizintensität das Aufnahmevermögen des jugendlichen Organismus, kann es zur Kopfschmerzsymptomatik kommen.
  • Konfliktptoblematik
    Durch Umwelt und erhöhten Leistungsdruck haben Kinder und Jugendliche häufig ungelöste Konflikte, die sozusagen Kopfzerbrechen bereiten und Ursachen für Kopfschmerzen sein können.





Diagnostik
Die Diagnostik von chronischen Kopfschmerzen bedarf einer sehr einfühlsamen und vorsichtigen Befragung gekoppelt mit einer Inspektion und manuellen Untersuchungstechnik. Hierbei spielt auch die Befragung der Eltern eine gewichtige Rolle. Eine Röntgendiagnostik ist nicht immer nötig.

  • Skasyssystem
    Mittels des SkaSys Testsystems kann herausgefunden werden, ob Mineral- oder Spurenelementemängel vorliegen, Virenbelastungen bestehen, Aminosäuremängel für Beschwerden verantwortlich sind. Weiterhin kann überprüft werden, welche Nahrungsmittel nicht vertragen werden, welche Allergien vorliegen und woher chronische Schmerzen kommen können.

Therapie
Je nach Ursache und Befund können heutzutage eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten in Betracht gezogen werden.

  • Manuelle Therapie
    Durch moderne manualtherpeutische Verfahren können blockierte Wirbel an der Hals- und Brustwirbelsäule mobilisiert und wieder in die richtige Gelenkstellung gebracht werden. Hierzu bedarf es grosser medizinischer Erfahrung, einer speziellen langjährigen manuellen Ausbildung und grosser Kenntnisse von Anatomie und biomechanischen Gesetzmässigkeiten. Ein Kind oder Jugendlichen manualtherapeutisch zu behandeln ist wesentlich schwieriger als einen Erwachsenen, da die Band- , Gelenk- und muskulären Strukturen noch nicht völlig ausgereift sind und somit durch die Behandlung selbst auch Schädigungen oder Verletzungen erzielt werden können. Das Kind muss während der Behandlung sehr entspannt sein und es muss ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient bestehen. Nach der ersten Sitzung kann nicht eine völlige Beschwerdefreiheit erzielt werden. Es bedarf häufig mehrerer Sitzungen um völlige Schmerzfreiheit zu erzielen.
  • Laserakupunktur
    Mit einem Laserstrahl können gezielt Akupunkturpunkte angesteuert werden, die Auslöser von Kopfschmerzen sein können. Gerade bei Kindern und Jugendlichen können die Ursachen von Kopfschmerzen vegetative Störungen sein. Auch durchgemachte Blasen – und Nierenbeckenentzündungen sind häufig Ursachen von chronischen Kopfschmerzen. Auch das nächtliche krankhafte Wasserlassen kann mit Laserakupunktur behandelt werden.
  • Ohrakupunktur
    Mit Hilfe der Ohrakupunktur können gezielt alle Organe des menschlichen Körpers angesteuert und behandelt werden. Es ist bekannt , dass der Mensch sich als Homunculus auf das Ohr projeziert, genau so wie er sich auf die Grosshirnrinde darstellt. Auch das vegetative Nervensystem kann mit Hilfe der Ohrakupunktur beinflusst werden, so dass auch psychsomatische Krankheitsbilder behandelt werden können. Dies sollte jedoch immer in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Kinderarzt und / oder dem behandelnden Kinderpsychologen erfolgen.
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