Orthopädisches Schmerzzentrum - Dr. med. Gerhard Becker, Zürich

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Kopfschmerzen

Kopfschmerzformen

Die internationale Klassifikation kennt mittlerweile über 220 verschiedene Formen des Kopfschmerzes. Ob Frauen, Männer oder Kinder - Kopfschmerzen sind nicht auf ein Geschlecht beschränkt und können in jedem Lebensalter auftreten.

Zu den wichtigsten primären Kopfschmerzarten zählen:
  • Migräne
  • Spannungskopfschmerz
  • Cluster Kopfschmerz
  • Medikamenteninduzierter Kopfschmerz (Analgetika Kopfschmerz)
  • Zervikogener Kopfschmerz
  • Kombinationskopfschmerz

Spannungskopfschmerz

Der Spannungskopfschmerz ist ein drückender Kopfschmerz. Der Patient fühlt sich „ wie unter einer Haube“. Der leicht bis mittelschwere Schmerz, der meist auf beiden Seiten des Kopfes, von der Stirn zum Hinterkopf verläuft, wird als „dumpf-drückend“ oder „klopfend“ beschrieben.

Häufig sind Streß, Angst, Depressionen oder körperliche Anstrengung die Auslöser. Selten wird diese Art des Kopfschmerzes von Übelkeit und Lichtempfindlichkeit begleitet.

Cluster Kopfschmerz

Der Cluster Kopfschmerz ist immer einseitig, er tritt plötzlich und ohne Vorboten auf und wird häufig von einer laufenden, verstopften Nase oder roten Flecken im Gesicht begleitet. Er wird als „stärkster“, „heller“ und „schneidender Schmerz“ beschrieben. Die Schmerz Attacken beginnen plötzlich und häufig nachts. Sie dauern zwischen 15 Minuten und maximal 4 Stunden. Der Schmerz tritt dabei bis zu 8 mal pro Stunde auf. Oft sind Patienten zu bestimmten Jahreszeiten stärker betroffen als sonst.

Meist wird die Attacke durch bestimmte Umstände begünstigt oder ausgelöst („Triggerfaktoren“) wie z.B. Entspannung, Aufenthalt in großen Höhen, körperliche Anstrengung, Flimmer- oder Flackerlicht oder Alkohol.

Begleitet wird der Cluster Kopfschmerz von motorischer Unruhe, Licht- und Lärmempfindlichkeit und Übelkeit.

Medikamenteninduzierter Kopfschmerz

Wenn der Kopfschmerz zunimmt und/oder häufiger Auftritt, obwohl der Patient mehr Schmerzmittel nimmt, dann liegt er in der Medikamenteneinnahme begründet und zeigt sich als dumpfer, drückender Dauerkopfschmerz mit starker, unerträglicher Intensität.

Oft hat der Patient bereits morgens beim Aufwachen Schmerzen, die im Verlauf des Tages oder unter Belastung stärker werden. Er tritt beid- oder einseitig auf. Der Patient hat mehr als 20 Tage im Monat oder mehr als 10 Stunden am Tag Kopfschmerzen und nimmt an mehr als 20 Tagen pro Monat Tabletten. Begleitet wird der Schmerz von Übelkeit und Erbrechen, depressiver Verstimmung, Lärm- und Lichtempfindlichkeit, manchmal auch von Sehstörungen. In den meisten Fällen kann der Arzt keine körperlichen Probleme feststellen, selten hat der Patient Muskelverhärtungen mit Nacken.

siehe Entzugsbehandlung

Zervikogener Kopfschmerz

Dies ist ein einseitiger Kopfschmerz, der im Nacken beginnt und dann vorne seitlich auftritt. Er wird als dumpf und drückend beschrieben und ruft mittlere bis starke Attacken hervor. Meist ist eine Hälfte des Kopfes komplett betroffen, jedoch immer nur auf einer Seite. Oft ist eine Besserung schnell möglich, da die Schmerzen organischen Ursprungs sind. Sie werden ausgelöst durch Muskelverhärtungen im Nacken oder neben der Wirbelsäule oder durch Irritation von Muskelnerven.

Kombinationskopfschmerz

Dieser Schmerz ist eine Kombination aus Spannungskopfschmerz und Migräne, bei denen der Patient täglich mittel bis schwere haubenförmige Kopfschmerzen plus einseitige Kopfschmerzattacken hat. Der Schmerz tritt auf beiden Seiten vorne und seitlich auf, häufig auch zusätzlich einseitig vorne und seitlich in Attacken. Dabei werden die Symptome des Spannungskopfschmerzes durch Migräneattacken überlagert.

Vorbeugende und begleitende Massnahmen

Kennt der Patient die auslösenden Faktoren seiner Kopfschmerzen, so ist zunächst eine Vermeidungsstrategie angeraten. Sind Stress, psychische Überforderung oder emotionale Probleme die Auslöser, können sportliche Aktivitäten, regelmässige Bewegung an der frischen Luft und Entspannungstraing (z.B. Yoga, Qigong, autogenes Training) zur physischen und psychischen Stabilisierung beitragen.

Falls Sie an Kopfschmerzen leiden, kann Ihnen der interaktive Kopfschmerztest einen Hinweis geben, um welche Artvon Kopfschmerz es sich bei Ihnen handelt. Dieser Test ersetzt keinesfalls die Diagnose des Arztes.

Den Kopfschmerztest finden Sie unter dem Menüpunkt Service, Interaktive Tests. Ein Kopfschmerztagebuch zur Dokumentation Ihrer Kopfschmerzen finden Sie im Downloadbereich.

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