Orthopädisches Schmerzzentrum - Dr. med. Gerhard Becker, Zürich

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Trigeminusneuralgie

Der Nervus Trigeminus ist ein Nerv, der zu den 12 Kopfnerven zählt. Er heisst Trigeminus, weil er drei Äste hat, die in den Gesichtsbereich ziehen.
Neuralgie ist das lateinische Wort für einen schmerzhaften Zustand, bei dem der Nerv chronisch gereizt ist.

Die Trigeminusneuralgie ist eine Erkrankung, deren Ursache nicht bekannt ist. Es wird ein Zusammenhang vermutet zwischen der Einengung des Nerven mit einer Arterie, trotz allem ist die Ursache nicht geklärt.

Bei der Trigeminusneuralgie handelt es sich um eine extrem schmerzhafte Kopfschmerzsymptomatik, bei der der Schmerz akut in das Gesicht einschiesst und massive Schmerzen verursacht. Nach Berichten von Patienten, die diese Erkrankungen haben, erzeugt der Schmerz eine Art Vernichtungsgefühl.

Begleitend zu der Trigeminusneuralgie tritt auch sehr häufig ein chronischer Dauerkopfschmerz auf, der vom Hals in die vordere Gesichtshälfte einziehen kann oder in die Stirnregion zieht.


Man unterscheidet die idiopatische Trigeminusneuralgie, deren Ursache letztlich nicht geklärt ist und eine symptomatische Trigeminiusneuralgie, die als Begleiterkrankung einer bestehenden Grunderkrankung auftritt.

Sehr häufig tritt die Trigeminusneuralgie bei der multiplen Sklerose als Begleiterkrankung auf.

Primär ist eine sehr sorgfältige Diagnose nötig, da es noch andere Kopfschmerzarten gibt, die ähnliche Symptome erzeugen.

Hierzu gehören alle Formen der verschiedenen Kopfschmerzen, vor allem der Spannungskopfschmerz. Weiterhin kennt man den atypischen Kopfschmerz, der gehäuft bei Patienten auftritt, die sehr viele psychosoziale Probleme haben.

Wenn die Trigeminusneuralgie chronisch geworden ist, spricht man von der Trigeminusneuropathie.

Bei chronischen Schmerzen sind auch sehr häufig verschiedene Schmerzformen wirksam, die im Laufe der Behandlung einzeln angegangen werden müssen.

Das orthopädische Schmerzzentrum ist spezialisiert auf die Behandlung der akuten und der chronischen Trigeminusneuralgie. Es kommen hier medikamentöse Behandlungsformen zum Einsatz.

Da bei chronischen Schmerzprozessen auch das sympathische Nervensystem mit beteiligt ist, kann man durch sogenannte Sympathikusblockaden an der HWS gute Erfolge bei dem oben genannten Krankheitsbild erreichen.

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